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Eine Schule für alle

Sonntag, 2. August 2009

Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die in diesem Jahr auch in Deutschland in Kraft getreten ist, bekommt die Debatte über das deutsche Schulsystem neue Impulse: Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung der Konvention bereit erklärt, Kinder mit speziellem Förderbedarf künftig in Regelschulen zu unterrichten, statt wie bisher in Förderschulen.
Dass dies notwendig ist, hatte auch der Besuch des UN-Sonderberichterstatters für Bildung gezeigt: Förderschülerinnen und –schüler werden ausgegrenzt und Lebenschancen werden verbaut, denn ein Förderschulabschluss zählt nicht viel, bei der Suche nach Arbeit. Außerdem belegen Untersuchungen, dass der allergrößte Teil der Kinder an Förderschulen für Lernbehinderte aus armen Familien stammen. Unfair? Aber ja! Eine für Alle!, ist daher auch das Motto von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Aber es muss viel geschehen, denn: unsere momentane Schule ist nicht offen genug für Kinder mit speziellem Förderbedarf. Tagesabläufe und Förderangebote sind nicht auf Kinder mit Behinderungen ausgerichtet.
Deshalb ist der Wunsch einiger Kinder, die heute Förderschulen besuchen und deren Eltern verständlich, Förderschulen als Schutzräume zu erhalten. Viele unserer Nachbarländer machen es uns jedoch vor, wie Schule aussehen kann, damit diese Schutzräume nicht mehr oder nur noch in geringem Maß notwendig sind.


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