Master statt Desaster
Dienstag, 25. August 2009
Für viele Studierende an Sachsens Hochschulen ist die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge zum Albtraum geworden. Während überfüllte Hörsäle und Seminare in den letzten Jahren zur traurigen Realität geworden sind, ist nun ein verschultes Studium mit einer wahren Stoff- und Prüfungsflut hinzugekommen. Viele Studierende haben kaum noch Zeit für Auslandsstudium, Nebenjob oder gesellschaftliches Engagement, geschweige den Muße für die Vertiefung eines Themas.
Für viele, die den Bachelor-Stress erfolgreich überstanden haben, wartet nun eine weitere böse Überraschung. Denn an Sachsens Hochschulen werden die Masterplätze vielfach zur Rarität. Je nach Hochschule und Studiengang können nur ein Drittel der Bachelor-Absolventen mit einem Masterplatz rechnen. Für den Rest ist unklar, was mit dem Bachelor-Abschluss auf dem Arbeitsmarkt anzufangen ist.
Damit Bachelor und Master endlich zu einem Erfolg werden, muss sich einiges ändern. Wir wollen der Prüfungsflut begegnen, indem wir die Prüfungsleistungen auf eine einzige Modulprüfung begrenzen (statt wie derzeit 2-3). Wir wollen das verschulte Studium flexibilisieren - jeder Studiengang soll auch in Teilzeitform angeboten werden. Wir wollen, das Studienleistungen, die an ausländischen Hochschulen erbracht worden, in der Regel anerkannt werden. Darüber hinaus wollen wir, dass für jeden Bachelor-Absolvent ein Masterplatz zur Verfügung gestellt wird.






