Sanieren statt Gebühren
Montag, 24. August 2009
Auch wenn in den letzten Jahren moderne Gebäude hinzugekommen sind – viele Studierende und Lehrende müssen sich mit schlechten Studienbedingungen in unsanierten Gebäuden herumschlagen. Und dafür wollen CDU und FDP auch noch Studiengebühren verlangen. Wir lehnen mit gutem Grund Studiengebühren für das Erststudium ab. Studiengebühren sind sozial ungerecht, führen zu einer Senkung der Studentenzahlen, führen zu neuen Mobilitätshindernissen und nicht zuletzt zu einer schleichenden Ökonomisierung der Hochschulen.
Klar ist aber auch: Sachsens Hochschulen darf kein finanzieller Nachteil entstehen, weil in anderen Bundesländern Studiengebühren in die Hochschulkassen fließen. Wir wollen deshalb nach dem Prinzip „Sanieren statt Gebühren“ nicht nur für bessere Studienbedingungen sorgen, sondern den Hochschulen soviele Betriebskosten einsparen, damit sie gar nicht erst Studiengebühren erheben müssen. Denn die sächsischen Hochschulen weisen immer noch einen großen Sanierungsstau und einen hohen Energieverbrauch auf. Das Geld für die dadurch anfallenden Betriebskosten fehlt den Hochschulen. Wir wollen durch ein intelligent finanziertes Programm Hochschulen und Forschungseinrichtungen energetisch sanieren. Die eingesparten Betriebskosten sollen direkt der Lehre und Forschung zugute kommen.
Ein gutes Beispiel gibt ausgerechnet ein Neubau ab: wäre der neue Campus der Universität Leipzig nach Passivhausstandard gebaut worden, könnte die Universität bis zu 500.000 €/jährlich Betriebskosten einsparen. Für alle sächsischen Hochschulen ergibt sich also ein erhebliches Potential. „Sanieren statt Gebühren“ - schont das Klima und den Geldbeutel von Sachsens Studis.








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