Wildnis wagen – mehr natürliche Lebensräume für Sachsen
Mittwoch, 19. August 2009
Wir wollen den Lebensraum der wild lebenden Tiere und Pflanzen erhalten und ihre Wanderungs- und Ausbreitungswege (Biotopverbund) wieder herstellen, um das Artensterben aufzuhalten und umzukehren. Dafür sollen zerschnittene Räume wieder verbunden werden.
Bisher ordnet der Freistaat den Naturschutz pauschal den Investitionsinteressen unter und seit neun Jahren besteht ein rechtswidriger Ausweisungsstopp für Naturschutzgebiete. Dieser Zustand muss schnellstens beendet werden.
Wir wollen zerschnittene Räume wieder verbinden und Wanderung wie Ausbreitung der Tiere und Pflanzen wieder ermöglichen. Die ehemaligen Tagebaue in der Lausitz und im mitteldeutschen Revier bieten eine große Chance für Natur und Mensch. Da sie weiterhin auf Grund fehlender Standsicherheit und existierender Altlasten sowie hinsichtlich des großflächigen Wasserhaushaltes erhebliche Risiken bergen, muss die staatliche Verantwortung auch des Bundes gewahrt bleiben. Insbesondere Wasserflächen müssen langfristig für den Naturschutz gesichert werden. Die Gebiete sind vorrangig für den naturnahen Tourismus zu entwickeln.
Wir setzen uns dafür ein, dass mindestens zehn Prozent der Landesfläche ökologisch bewirtschaftet wird. Das schließt sowohl den biologischen Landbau und die touristische Nutzung als auch die standortgerechte naturgemäße Waldbewirtschaftung ein.
Die sächsischen Fluss- und Bachauen sind Lebensraum und Wanderungswege sowie Speicherraum für den Hochwasserschutz. Angesichts des Klimawandels mit seiner künftigen Wasserknappheit in vielen Gebieten Sachsens sind sie als Wasserreservoir von zunehmender Wichtigkeit. Wir wollen durch ein Renaturierungsprogramm Fließgewässer wieder zum Lebensraum für wandernde Tierarten wie Fischotter oder Lachs gestalten.
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