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PM 2010-13: Atomkraftwerk Temelin - GRÜNE rufen zu Einwendungen gegen das AKW auf

Montag, 16. August 2010

Landesvorstandsprecher Volkmar Zschocke kritisiert die Erweiterung des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin

Dresden. "Temelin liegt in einem der bevölkerungsreichsten Bezirke Südtschechiens und nicht einmal 180 Kilometer von der sächsischen Grenze entfernt", erklärt Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der sächsischen Grünen. "Die Sicherheitsfragen der zwei neuen Reaktorblöcke sind völlig ungeklärt. Die Pläne der tschechischen Regierung ignorieren die ständigen Störfälle des erst 2002 in Betrieb gegangenen alten AKW. Kernkraft bleibt eine unverantwortliche, teure Risikotechnologie: Es gibt nirgendwo sichere, katastrophenfeste Atommeiler und kein einziges genehmigtes und betriebsbereites Endlager. Zudem stellt der Abbau des weltweit knapper werdenden Urans die betroffenen Regionen vor riesige Probleme für Gesundheit und Umwelt."

"Es ist offenkundig, dass die massive Steigerung der Stromproduktion in Temelin nicht für den tschechischen Markt geplant ist, sondern ausschließlich in den Stromexport fließen soll", kritisiert Zschocke. "Dieser überschüssige Strom wird dann europaweit zu Ramschpreisen angeboten und wird so zum Hindernis beim Übergang zu einer nachhaltigen Versorgung mit erneuerbaren Energien - auch in Sachsen."

"Möglich sind die Pläne nur, weil der staatseigene Stromkonzern CEZ dahinter steckt. Private Investoren würden das Investitionsrisiko eines neuen AKW-Baus nicht mehr eingehen.", so Volkmar Zschocke abschließend.

Die GRÜNEN bieten auf der Homepage eine Mustereinwendung an, die Grundlage für die persönliche Einwendung sein kann.
www.gruene-sachsen.de/fileadmin/media/aktionen/2010_Mustereinwendung-Temelin.pdf


Das Einwendungsverfahren gegen die Erweiterung des umstrittenen tschechischen Atomkraftwerks Temelin hat Anfang August begonnen. Einwendungen müssen bis zum 31. August an die tschechischen Regierung gesandt werden.

Die Planungsunterlagen sind zu finden unter
www.smul.sachsen.de/umwelt/strahlenschutz/21745.htm


Kommentare

Anke-Martina Haase | 17. August 2010 15:47:
Hallo, ich schicke dem Ministeriumstyp (J.Götz) eine Mail mit Kenntnis an euch, daß bei dem Genehmigungsverfahren zum Bau des NL-AKWs Borssele letztes Jahr, sogar die alte NRW-Landesregierung eine Beteiligungs für Deutsche, und auch wegen so späten Bekanntwerdens in D eine Fristverlängerung gefordert hat. Das hat auch geklappt, und sachsen kann das ja wohl auch tun.
Kann vielleicht jemand von euch euren Text etwas kürzen und mit ausdruck- und Kopierfähigen Unterschriftenlisten versehen Es müssen ja nich alle Einwendungen sooo ausführlich sein, Hauptsache viele! sind die Umweltverbände kontaktiert??? Sammelt ihr selbst auf euren Veranstaltungen, z.B. nnächsten Sonntag in Chemnitz? Viele Grüße AMH
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P.Bähr | 19. August 2010 00:17:
Hm - Persönliche Einwendung auch noch möglichst auf Tschechisch übersetzen.
-wirkt dann besser.
-----------------------------
Ggf. kann ich etwa behilflich sein.sonst
Viele Grüsse.
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Reiner Rauch | 22. August 2010 11:53:
Der weitere Ausbau der AKW - Basis ist an allen Orten der Welt VERANTWORTUNGSLOS.
Rauch
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Jens Nagel | 24. August 2010 11:31:
Wir brauchen schon lange keine AKW's mehr. Der Atomstrom verstopft die Netze, behindert somit den Ausbau der regenerativen Energien und ist nur zusätzlicher Provit die "Vier Großen" Energiekonzerne. Tschernobil ist schon zu lange her, dass man mitten in Europa noch ein AKW baut.Provit Provit Provit!
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