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Ausfinanzierung der Suchthilfe in Sachsen muss deutlich verbessert werden

Dresden. Am  21. Juli wird der Menschen gedacht, die aufgrund von Drogenmissbrauch ums Leben gekommen sind. Im Jahr 2016 starben in Deutschland 1.333 Menschen an den Folgen des Konsums sogenannter illegaler Drogen, mehr als im Vorjahr (1.226). Die Zahl von Menschen, die am Missbrauch legaler Drogen gestorben sind, wird in dieser Statistik nicht erfasst. Dazu Christin Melcher, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

"2016 gab es in Deutschland etwa 74.000 Todesfälle durch Alkoholkonsum. Der Anteil derer, die folglich jedes Jahr an legalen Drogen wie Alkohol und Tabak sterben, ist ungleich höher. Die gesellschaftlichen Kosten von Alkoholabhängigkeit und -missbrauch sind deutlich zu hoch."

"Auf die Gefährdungen durch legale Drogen muss das Augenmerk liegen. In Sachsen ist in Suchtberatungs- und Behandlungsstellen ein Rückgang der Beratungen im Bereich Alkoholkonsum festzustellen, der offensichtlich durch einen erhöhten Bedarf bei illegalen Drogen mitverursacht ist. Die Ausfinanzierung der Suchthilfe in Sachsen muss deutlich verbessert werden, sodass die Abhängigkeit sowohl von von illegalen, als auch legalen Drogen behandelt wird."

Hintergrund:
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) beziffert die direkten und indirekten Kosten des Alkoholkonsums auf rund 40 Milliarden Euro jährlich – bei Steuereinnahmen von etwas mehr als drei Milliarden Euro. Trotz eines Rückgangs in den letzten Jahren ist die häufigste Diagnose in Krankenhäusern bei Männern "Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (F 10)".

 

Pressemitteilung 2017-45 vom 20.07.2017