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Drogentotengedenktag - Regulierung statt Kriminalisierung ist das Gebot einer aufgeklärten Sucht- und Drogenpolitik

Anlässlich des Gedenktages für Drogentote am 21. Juli 2018 fordert Christin Melcher, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen eine Kehrtwende in der sächsischen Drogenpolitik:

„Die repressive sächsische Drogenpolitik verursacht enorme Schäden - insbesondere bei den Abhängigen selbst. Jeder Mensch, der aufgrund Drogenkonsums stirbt, ist einer zu viel.“

2017 starben in Sachsen 16 Menschen an den Folgen des Konsums von sogenannten illegalen Drogen - nicht erfasst sind Todesfälle aufgrund des Konsums von legalen Drogen wie Alkohol oder Nikotin.

„Die Drogenpolitik der Staatsregierung setzt auf Repression und Strafverfolgung. Wir fordern ein Umdenken: Regulierung statt Kriminalisierung. Der durch eine repressive Drogenpolitik gedeihende Schwarzmarkt für illegale Drogen, auf dem keine Regeln gelten, sorgt dafür dass Jugendliche und Kinder nicht ausreichend geschützt sind. Schwere gesundheitliche Gefahren durch beim Konsum übertragene Infektionskrankheiten, Stoffverunreinigungen und Überdosierungen sind Folgen der Kriminalisierung.“

"Wir fordern eine Drogenpolitik, die auf Prävention, Regulierung und Schadensminderung setzt. Drug Checking, die Einrichtung von hygienischen Konsumräumen, das Bereitstellen von sauberen Spritzbestecken sowie der Zugang zu Substitutionstherapien müssen endlich auch für Suchtmittelabhängige in Sachsen ausreichend gewährleistet werden.“