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Fünf Jahre Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz: GRÜNE fordern eine Qualitätsoffensive

Fünf Jahre nach der gesetzlichen Einführung eines Betreuungsplatzes für Kinder ab dem 1. Lebensjahr, fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen eine Qualitätsoffensive für sächsische Kitas. Dazu erklärt Christin Melcher, Landesvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

„"Es besteht enormer Handlungsbedarf. Sachsen ist bundesweit Schlusslicht beim Betreuungsschlüssel. Viele Einrichtungen finden keine Erzieherinnen und Erzieher mehr. Die nicht ausreichende Vor- und Nachbereitungszeiten oder Zeit für Leitungstätigkeiten erschweren den Alltag."

Christin Melcher kritisiert Kultusminister Christian Piwarz (CDU): „
"Wenn wir jetzt nicht handeln und eine Qualitätsoffensive einleiten, droht bald das gleiche Chaos wie an den sächsischen Schulen. Es müssen jetzt die Ausbildungskapazitäten erhöht und der Betreuungsschlüssel muss dem bundesweiten Durchschnitt angepasst werden, anstatt sich kurzsichtig auf dem guten Ausbildungsniveau der Erzieherinnen und Erzieher auszuruhen. Es muss jetzt für eine echte Verbesserung der Arbeitsbedingungen gesorgt werden, anstatt über wenige Minuten Vor- und Nachbereitsungszeit zu feilschen."

"Wir wollen die Qualität verbessern, wir kommen um eine höhere Beteiligung des Landes an den realen Kosten nicht vorbei. Dazu gehört eine getrennte Bezuschussung für Kita- und Krippen-Plätze, sowie eine deutliche Dynamisierung des Landeszuschusses. Außerdem fordern wir eine stärkere Unterstützung der Kommunen, die besonders stark durch die Kita-Finanzierung belastet sind. Dass Eltern in einigen Kommunen doppelt so hohe Kitabeiträge zahlen müssen, wie in anderen, muss schnell der Vergangenheit angehören."

Fünf Jahre nach der Einführung des Rechtsanspruches ist viel zu tun. "Für viele Eltern ist es immer noch mit enormen Anstrengungen verbunden, einen Kita-Platz zu finden. Kita-Plätze sind nicht nur in den
Großstädten rar. Doch die größere Kraftanstrengung wird es sein, die sächsischen Kitas auf die bundesweiten Qualitsstandards zu heben", so Christin Melcher abschließend. 

Pressemitteilung 2018-30