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Für eine ökologische Landwirtschaft - "Wir haben es satt!" Demo am 21.01.

Dresden/Berlin. Der Landesverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen ruft zur Teilnahme an der bundesweiten "Wir haben es satt!" Demo in Berlin am 21.01.2017 auf.

"Weiterhin wird auf die Industrialisierung der Landwirtschaft gesetzt und auf bedingungsloses Wachstum. Die sächsische Landesregierung und die Agrarindustrie gefährden dadurch die regionale Lebensmittelherstellung und die ökologische Landwirtschaft.
Die Folgen diesen rein auf Wachstum und Industrialisierung ausgerichteten Kurses sind weithin sichtbar und haben schon jetzt katastrophale Folgen für Umwelt und Tier."

Statt die ökologische, naturnahe Landwirtschaft gezielt zu fördern, wird weiterhin auf die Industrialisierung gesetzt.

 "Wir GRÜNE sind gegen die weitere Industrialisierung der Landwirtschaft und gegen Agrar Multis. Gerade 2017, im Wahljahr, geht es dabei um die zentrale Weichenstellung für die nächsten Jahre. Daher rufen wir gemeinsam mit vielen Umwelt- und Bauernverbänden zur Teilnahme an der "Wir haben es satt!" Demo in Berlin auf.", so Jürgen Kasek, Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN in Sachsen.

Für die Anreise empfiehlt der Landesverband auf die Angebote des BUND Sachsen zurückzugreifen:

  • Anreise ab Chemnitz
    Treffpunkt: 21.1.17  07:20 Uhr Georgstraße Busbahnhof
    Abfahrt: 07:30 Busbahnhof
    Ankunft: circa 11:00 Uhr Cora – Berliner – Straße (Holocaustdenkmal Berlin)
    Rückfahrt: 16:00 Uhr Berlin Scheidemannstraße
    Kosten: 15 Euro für BUND Mitglieder und 20 Euro für Nicht – Mitglieder (für Hin- und Rückfahrt)
    Anmeldung unter: veranstaltung(at)bund-sachsen.de

  • Anreise ab Dresden
    Treffpunkt: 21.1.17  08:40 Uhr Bhf Neustadt
    Abfahrt: 08:00 Uhr Bhf Neustadt
    Ankunft: 12 Uhr Wilhelmstraße/Leipziger Straße (Berlin)
    Rückfahrt: 16:00 Uhr Berlin Scheidemannstraße
    Kosten: 15 Euro normal, Studierende 10 Euro
    Anmeldung unter: demobusdresden(at)gmx.de

  • Anreise ab Leipzig
    Treffpunkt: 21.1.17  08:40 Uhr Infopoint Querbahnsteig Hbf
    Abfahrt: 09:03 Uhr HBF Leipzig
    Kosten: 12 Euro p.P. für Hin- und Rückfahrt
    Anmeldung unter: kontakt(at)bund-leipzig.de oder 0341/306 53 95

 

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Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!

Gemeinsam für gesundes Essen, bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und fairen Handel. Die bäuerliche Landwirtschaft und das regionale Lebensmittelhandwerk sind in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Bundesregierung treiben die Industrialisierung der Land- und Lebensmittelwirtschaft voran. Die Folgen: Das weltweite Höfesterben schreitet rasant voran, die handwerkliche Lebensmittelherstellung wird verdrängt, hunderte Millionen Menschen leiden an Hunger oder Mangelernährung, die Artenvielfalt schwindet und die Klimakrise verschärft sich.

Wir wollen Bauernhöfe statt Agrarindustrie! Statt Bäuerinnen und Bauern weltweit durch Landnahme den Boden unter den Füßen wegzuziehen, müssen Arbeit und Perspektiven in den ländlichen Regionen geschaffen werden. Im Wahljahr 2017 wird entschieden: Weiterhin Steuermilliarden für Agrar- und Chemieindustrie, Großgrundbesitz und Tierfabriken? Oder werden die regionale Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk sowie Tier- und Umweltschutz gefördert? Wir wollen eine sozial gerechte Agrarpolitik! Kleinere und mittlere Höfe müssen überleben können. Dafür brauchen wir eine Agrarwende hin zu einer bäuerlichen und ökologischeren Landwirtschaft!

Wir wollen gesundes Essen! Aber Pestizide wie Glyphosat belasten unsere Lebensmittel, Mega-Mastanlagen quälen Nutztiere und übermäßiger Gülleeinsatz verschmutzt unser Wasser. Chemieriesen versuchen neuartige Gentechniken durch die Hintertür auf die Äcker und Teller der Welt zu bringen. An diesem System verdient vor allem die Agrarindustrie – auf Kosten von Bäuerinnen und Bauern. Schluss damit: Wir brauchen verbindliche Regeln für eine Land- und Ernährungswirtschaft, die Mensch, Tier, Umwelt und Klima schützt!

Wir wollen Demokratie statt Konzernmacht! Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und EPAs mit afrikanischen Staaten werden die Märkte weiter liberalisieren und zu noch mehr Exportabhängigkeit führen. Bäuerinnen und Bauern müssen zunehmend für den Weltmarkt produzieren, zu noch miserableren Erzeugerpreisen. Das führt zu Dumping-Exporten und zu höherer Marktkonzentration. Megakonzerne wie Bayer-Monsanto üben immer mehr Macht über unser Essen aus – vom Saatgut bis in den Supermarkt. Verantwortlich auch hier: die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel.

Wir Bäuerinnen und Bauern, LebensmittelhandwerkerInnen, ImkerInnen, BäckerInnen, GärtnerInnen, Tier-, Umwelt- und NaturschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, kritische VerbraucherInnen und engagierte Jugendliche fordern auf der 7. „Wir haben es satt!“-Demonstration eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft.

Wir brauchen gesundes Essen für alle! Wir lassen die Ernährungs- und Agrarwende Tag für Tag Wirklichkeit werden und machen sie zum zentralen politischen Thema im Wahljahr.

Die Politik muss sich jetzt ändern, damit Konzerne nicht länger über unser Essen bestimmen.

 

Pressemitteilung 2017-02 vom 19.01.2017