Sie sind hier: Aktuell

Insektensterben stoppen - GRÜNE fordern Maßnahmenkatalog

Kasek: "Wir fordern dazu auf, auf sächsischer Ebene zu handeln, so lange auf EU- und  Bundesebene keine ausreichende Rechtsgrundlage vorliegt."

Dresden. Der Landesparteirat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen hat einstimmig den Beschluss "Insektensterben stoppen" gefasst. Nachdem im November 2017 die Zulassung des Herbizids Glyphosat auf europäischer Ebene verlängert wurde, wird nun das Handeln auf sächsischer Ebene gefordert um weiteres Insektensterben aufzuhalten.

Ein 8-Punkte-Forderungskatalog umfasst eine deutlich stärkere Kontrolle des Einsatzes von Herbiziden und Pestiziden sowie ein Totalverbot von Glyphosat auf Flächen in Eigentum des Freistaats. Das Boden- und Gewässermonitoring soll ausgebaut werden, um den Eintrag von Schadstoffen aus der Landwirtschaft stärker zu kontrollieren. Ökologische Landwirtschaft und der Ausbau so bewirtschafteter Flächen müssen verstärkt gefördert werden. Ein sachsenweiter Biotopverbund soll geschaffen werden. Zu den gefassten Forderungen erklärt Jürgen Kasek, Landesvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

"Der Rückgang der Insekten ist ein alarmierendes Signal, das unmittelbare Folgen für Menschen, Flora und Fauna hat. Insekten bestäuben Pflanzen, sind Nahrungsgrundlage einer Vielzahl von Tieren. Für ihren Fortbestand sind Insekten lebenswichtige Voraussetzung."

"Der massive Einsatz von Agrargiften, wie  Glyphosat und Neonikotinoide, sind wesentliche Faktoren für das Sterben der Insekten. Wir fordern dazu auf, auf sächsischer Ebene zu handeln, so lange auf EU- und Bundesebene keine ausreichende Rechtsgrundlage vorliegt."

"Die industrielle Landwirtschaft mit ihren Monokulturen, die ausgeräumte Kulturlandschaft ohne Feldraine und Hecken verstärken das Problem. Unsere Artenvielfalt kann nur gerettet werden, wenn wir unsere Insekten jetzt besser schützen."

Pressemitteilung 2018-5 vom 23.01.2018