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PM 2010-11: CSD in Dresden: Homophobie ins Abseits!

Die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar fordert: "Homophobie ins Abseits!"

Die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar fordert: "Homophobie ins Abseits!"

Dresden. Anlässlich des Christopher-Street-Days in Dresden erklärt die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, Mitglied des Landesparteirates von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

„Anders Lebende und anders Liebende fordern ihre Rechte auch in Sachsen selbstbewusst ein. Das ist richtig so. Damit wird gegenüber Politik und Gesellschaft Handlungsbedarf signalisiert. In den Ballungszentren mögen Schwule und Lesben zum Alltagsbild gehören, aber gerade im ländlichen Raum ist noch einiges zu tun, damit Homophobie dahin gerät, wo sie hingehört: ins Abseits!“

Der Dresdner Christopher-Street-Day erreicht mit der Demonstration am 12. Juni seinen Höhepunkt. Schirmherrin ist in diesem Jahr die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Claudia Roth. Auf der zeitgleich stattfindenden Sitzung des Landesparteirates beraten die sächsischen GRÜNEN die derzeit dringlichsten Forderungen. „Es gibt noch zahlreiche Vorurteile und rechtliche Ungleichbehandlungen. Wir fordern daher ein Diskriminierungsverbot im Grundgesetz. Sachsens Staatsregierung sollte sich auf Bundesebene für ein Umdenken bei Schwarz-Gelb einsetzen.“, so Monika Lazar.

Die Bundestagsabgeordnete macht sich zudem für eine Novellierung des Adoptionsrechtes stark: „Auch lesbische und schwule Paare müssen Kinder adoptieren dürfen. Wir fordern daher die Öffnung der Institution Ehe oder die Angleichung des Rechts der Lebenspartnerschaft an das Recht der Ehe im Adoptionsrecht.“

Ein dritter wichtiger Punkt ist für Lazar die notwendige Änderung des Transsexuellengesetzes: „Das 30 Jahre alte Gesetz ist nicht nur verfassungswidrig, sondern stellt für die Betroffenen überhöhte Hürden auf, die ihre Würde und Selbstbestimmung beeinträchtigen. Zudem muss das Phänomen der Intersexualität,bei dem Menschen mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, personenstandsrechtlich anerkannt
werden.“