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Windenergie und Naturschutz müssen zusammen gedacht werden

Dazu Jürgen Kasek, Landesvorstandssprecher: „Die verbindlichen Klimaschutzziele des Pariser Abkommens machen es notwendiger denn je, dass Sachsen seinen Beitrag leistet und den Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere auch die Nutzung der Windenergie, vorantreibt. Sachsen könnte bei Nutzung von 2% der Landfläche außerhalb von Wäldern und Schutzgebieten und Einhaltung eines Abstandes von 1000m zur nächsten Siedlung bis zu 10 Gigawatt installierte Windleistung erreichen und seinen Strombedarf bilanziell vollständig decken, so das Fraunhofer Institut bereits 2011.“

„Der Interessenausgleich mit den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes muss dabei im Auge behalten werden. Wir wollen zusammen mit Vertretern der Erneuerbaren Energien und des Naturschutzes die notwendigen Lösungen entwickeln, denn Kontroversen können nur gemeinsam gelöst werden.“

„Um Greifvögel zu schützen, die neben der Gefährdung durch Verkehr, Industrie und industrielle Landwirtschaft auch durch Windenergieanlagen gefährdet sind, wollen wir einen Abstand von mindestens 1500m zu den Dichtezentren vorschreiben und im Einzelfall wie dem des Rotmilans sogar bis zu 4000m. Die richtige Schutzstrategie ist in Einzelfallprüfungen festzulegen. Auch die Interessen des Landschaftsschutzes müssen beachtet  werden.“

„Wir sind davon überzeugt, dass sich Konflikte zwischen Windenergieanlagen und Naturschutz nur gemeinsam lösen lassen. Die sächsische Staatsregierung boykottiert hingegen den Ausbau Erneuerbarer Energien und lässt zu, dass die Interessen gegeneinander ausgespielt werden. Hier braucht es dringend ein Umdenken, denn sowohl eine intakte Umwelt als auch wirksamer Klimaschutz sind existenzielle Voraussetzungen für eine gute Zukunft der nächsten Generationen.“

Pressemitteilung 2017-33 vom 14.06.2017