Landwirtschaft: Regional, ökologisch und artgerecht

Für Sachsens ländliche Räume ist die Landwirtschaft eine wichtige ökonomische Säule. Regionale Wertschöpfungsketten und Vertriebsstrukturen können zu einem Motor für verbrauchernahe, klimaschonende Erzeugung und zu einer Entwicklungschance für die bäuerliche Landwirtschaft werden. Wir wollen landwirtschaftlicher Wertschöpfung nicht trotz, sondern im Einklang mit Gewässerschutz, guten Böden und dem Erhalt einer reichen Artenvielfalt verwirklichen. Tierhaltung wollen wir artgerecht gestalten, denn industrielle Massentierhaltung ist schlecht für Tiere und Umwelt.

  • Um das Höfesterben zu beenden und kleinen Betrieben wieder eine Perspektive zu bieten, wollen wir die Maximalförderung von Großagrarbetrieben deckeln und mit den freiwerdenden Mitteln gezielt bäuerliche Produktionsformen stärken.
  • Wir wollen Sachsens Landwirte verlässlich fördern, wenn sie sich zur Umstellung auf Ökolandwirtschaft entscheiden. Besondere Unterstützung erhalten Betriebe für Investitionen in Stallanlagen, die den Anforderungen tiergerechter Haltung entsprechen.
  • Wir wollen über Zukäufe von Flächen der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) einen Pool zur Förderung regional angepasster und ökologisch wirtschaftender Landwirtschaftsbetriebe einrichten.
  • Bisher kommen Pflanzenschutzmittel, insbesondere Glyphosat, in der Landwirtschaft im großen Stil zum Einsatz. Aufgrund der krebserregenden Wirkung beim Menschen muss der Einsatz des Ackergiftes drastisch reduziert und gezielt nach Alternativen gesucht werden.