DRESDEN VERKEHRt! Braucht Dresden ein neues Verkehrskonzept?
DRESDEN VERKEHRt! Braucht Dresden ein neues Verkehrskonzept?
Wann: Donnerstag, 17. September, 19:00 Uhr
Wo: Umweltzentrum Dresden (Dachsaal) Schützengasse 16-18, Dresden
Gäste:
- Prof. Dr. Udo Becker; Lehrstuhl für Verkehrsökologie, Technische Universität Dresden
- Gerhard Ritscher; Stadtverwaltung Dresden, ehemals Leiter der Hauptabteilung Mobilität
- Andreas Hoppe; Dresdner Verkehrsbetriebe AG
- Michael Haase; Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club (ADFC)
Moderation: Stephan Kühn; Verkehrspolitischer Sprecher der GRÜNEN-Stadtratsfraktion
Das aktuelle Dresdner Verkehrskonzept stammt von 1994 und ist seitdem nicht mehr überarbeitet worden. Die teilweise guten Ansätze des Verkehrskonzepts wurden durch viele einzelne Planungen und Baumaßnahmen konterkariert, so dass in wichtigen Punkten die Ziele des Verkehrskonzeptes nicht erreicht wurden. Wegen fehlender Prioritätensetzung wurden vor allem Neubaumaßnahmen im Straßenbau umgesetzt, während der Nachholbedarf bei Instandsetzung des vorhandenen Straßennetz nicht abgebaut werden konnte. Auch bei Gehbahnen und Radverkehrsanlagen besteht ein erheblicher Nachholbedarf. Die Förderung und qualitative Weiterentwicklung des ÖPNV ist nur teilweise gelungen. Der Erhalt und Ausbau des Netzes ist offensichtlich von den finanziellen Restriktionen weitaus mehr betroffen als der Straßenausbau. Die Beschleunigung ist nicht ausreichend, um dem Kfz-Verkehr ernsthaft Konkurrenz zu bieten. Die Beschränkung des Gebrauches von PKW auf ein ökologisch vertretbares und stadtverträgliches Maß ist nicht erfolgt. Alle bisherigen Bauvorhaben gehen von einer Dominanz des Kfz-Verkehrs aus.
Wir setzen uns für eine Neufassung ein, die den Erfordernissen des Klima- und Umweltschutzes gerecht wird. Für eine lebenswerte, dynamische und nachhaltige Stadtentwicklung ist ein effizientes Management der Mobilität nötig. Das ist mehr als die fortlaufende Aneinanderreihung immer neuer Verkehrsprojekte, wie erst kürzlich mit neuen Tunnelplänen vorgeschlagen. Aus unserer Sicht sollte die Stadt- und Verkehrsplanung in Dresden enger miteinander verzahnt werden und zur Reduzierung des Flächenverbrauchs und zur Verringerung von Emissionen (CO2, Methan, Feinstaub, Lärm) beitragen. Ob wir mit unseren Vorstellungen richtig liegen und welche konkreten Maßnahmen daraus abgeleitet werden müssen, wollen wir mit den eingeladenen Experten diskutieren. Denn noch im September werden die Beratungen für die Erarbeitung eines "Verkehrsentwicklungsplans" beginnen.
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