Zuwanderung ist eine Bereicherung

Menschen, die – aus welchem Grund auch immer – zu uns kommen, dürfen nicht aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Rassismus und andere Formen von Diskriminierung sind für uns nicht akzeptabel. Jeder Mensch – egal welcher Hautfarbe, Herkunft oder Religion – hat die gleichen Chancen verdient, sich und seine Potenziale zu verwirklichen. Die Realität hinkt diesem Anspruch leider deutlich hinterher. Deshalb wollen wir das unzureichende, stark hierarchisierende und vor allem Asylsuchende und Geduldete ausgrenzende Zuwanderungs- und Integrationskonzept überarbeiten. Wir fordern faire Asylverfahren und wollen diese beschleunigen, damit Asylsuchende nicht nach mehrjährigem Aufenthalt in Sachsen abgeschoben werden. Wir engagieren uns für vereinfachte Einbürgerungsverfahren. Asyl- und Flüchtlingspolitik muss in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe sein. Sie muss Schutz, Betreuung und Unterstützung gewährleisten und die Rahmenbedingungen für ein menschenwürdiges Leben und Selbstverwirklichung schaffen. Denn Flüchtlinge sind eigenständige, selbstverantwortliche Menschen, die ihr Leben selbst gestalten wollen und das Recht auf freie Entfaltung in diesem Land haben. Deswegen fordern wir die sofortige Aufhebung der Residenzpflicht und sprechen uns klar gegen eine Unterbringung in Massenunterkünften auf engstem Raum und meist abgeschottet von der Außenwelt aus. Asylbewerberinnen und Asylbewerber sollen einer Erwerbsarbeit nachgehen können, unabhängig davon, ob sie Fachkräfte sind oder nicht. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Ausländerinnen und Ausländer, die ihren ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, auch wenn sie nicht Angehörige eines EU-Staates sind, zumindest auf kommunaler Ebene wählbar und wahlberechtigt sind.
Grundsätzlich darf es keine Abschiebungen mehr in Krisenstaaten geben. Für Flüchtlinge, die in ihrer Heimat dauerhaft gefährdet sind, wollen wir die Programme für die Neuansiedlung in Sachsen ausbauen. Um unnötige Härten zu vermeiden, fordern wir einen Winterabschiebestopp.

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