Workshop 1: Nachhaltiges (GRÜNES) Wachstum als Chance für Sachsens Wirtschaft und Gesellschaft
Der Klimawandel, das Scheitern der Atomwirtschaft und die Finanzkrise zeigen die "Grenzen des Wachstums" nach alt hergebrachter Strickart auf. Die Wirtschaft und die Gesellschaft erkennen zunehmend, dass die bisherigen Wachstums- und Wirtschaftsrezepte in zu hohem Maße zulasten unserer Umwelt und unserer Kinder gehen. Wir GRÜNE spüren jetzt mehr denn je den gesellschaftlichen Rückhalt, den ökologischen Umbau unserer Wirtschaft voranzutreiben. Wir wollen diskutieren wie die sächsische Wirtschaft in 10-20 Jahren aussehen sollte, damit die Bürgerinnen und Bürger auskömmliche und erfüllende Arbeitsplätze haben, Wohlstandschancen gesichert bleiben und wir gleichzeitig unseren Kindern eine intakte Umwelt hinterlassen. Diese Diskussion befasst sich demnach vorrangig mit GRÜNER Wirtschaftsstrukturpolitik.
Zu diskutierende Fragestellungen sind beispielsweise:
Was verstehen wir hier in Sachsen unter Wohlstand? Welches Wachstum wollen wir? Wo liegen die Grenzen des Wachstums am Beispiel der sächsischen Wirtschaft? Welche Produkte und Dienstleistungen sollen zukünftig in Sachsen verstärkt erstellt werden? Welche Wirtschaftszweige sollten in Sachsen entwickelt bzw. gefördert werden, damit unser Bundesland von der ökologischen Wirtschaftswende profitiert? Wie können wir entsprechende Unternehmensgründungen unterstützen bzw. fördern? Inwieweit können wir den Wandel der sächsischen Wirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit fordern und fördern, ohne ihre Vitalität aufs Spiel zu setzen? Welche wirtschaftlichen Potenziale bietet unser Ausbauziel 100 % Erneuerbare Strom bis 2030?
Stichworte die die Debatte umreißen sind beispielsweise:
Ökolandbau und konventioneller Landbau mit Mindeststandards, Energetische Gebäudesanierung, Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien (Windkraft, Biomasse, Solar), Repowering, Netzausbau Technologieprodukte zur Erzeugung erneuerbarer Energie, Beratung und Dienstleistungen zur Umstellung der sächsischen Unternehmen auf nachhaltiges Wirtschaften (siehe Workshop 2), Potenziale für das sächsische Handwerk, Unternehmensgründungen, Förderpolitik, Fachkräfte
Experte: Kevin Fischbach, Phillips Deutschland
Moderation: Dr. Petra Welz
Workshop 2: Ressourcen- und Energiesparsamkeit als Chance für das Klima und die sächsischen Unternehmen
In diesem Workshop wollen wir diskutieren, wie die sächsische Wirtschaft in Zukunft produzieren sollte, damit sie ökologisch verantwortungsvoll handelt und ökonomisch stark ist. Die Rohstofffrage wird häufig immer noch als Verfügungsfrage gestellt: wie können wir günstig unseren Bedarf an Rohstoffen decken und wie kommen wir an die vorhandenen Rohstoffe heran. Die Frage wird zukünftig sein, wie gehen wir mit der Rohstoffknappheit um. Denn Umwelt- und Ressourcenschutz stehen dem wirtschaftlichen Erfolg sächsischer Unternehmen nicht entgegenstehen, sondern gehen vielmehr Hand in Hand. Es ist offensichtlich, dass beispielsweise Energieeinsparungen mittel- und langfristig Kosteneinsparungen nach sich ziehen.
Zu diskutierende Fragestellungen sind beispielsweise:
Wie erreichen wir, dass weniger von den knapper und teurer werdenden Rohstoffen in der Produktion verbraucht werden? Wie können wir in Sachsen ressourceneffizient wirtschaften und damit einen Wettbewerbsvorteil erlangen? Wie können wir die sächsischen Unternehmen für nachhaltige Wirtschaftskonzepte gewinnen? Wie können wir sicherstellen, dass sächsische Unternehmen verantwortlich mit Energie, Wasser, Abfall, umweltbelastenden Stoffen und der Bodennutzung umgehen? Wie können wir die ökologische Modernisierung der sächsischen Wirtschaft anstoßen und verstetigen? Wie können wir der sächsischen Wirtschaft verdeutlichen, dass die ökologische Modernisierung mehr Chancen als Risiken birgt? Wo liegen die Technologie- und Innovationspotenziale in den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen Sachsens?
Stichworte die die Debatte umreißen sind beispielsweise:
Ressourcenschonung, Innovationsschub beim Stoffdurchsatz, nachhaltiger Kreislaufwirtschaft, Effizienzagenturen, Ressourceneffizienz in Produktion, energetische Gebäudesanierung, Passivhausstandard, Forschungsförderung, Recycling (gebrauchen statt verbrauchen), Biomasse (energetische Nutzung und Nahrungsmittelproduktion), CO2-neutrale Gesellschaft
Experte: Dr. Hilse, Gicon Dresden
Moderation: Dr. Markus Beyersdorff
Workshop 3: Regionale Wirtschaftskreisläufe als Chance für die Regionen in Sachsen
Regionale Wirtschaftskreisläufe stärken die Regionen weil Wertschöpfung vor Ort bleibt. Wir brauchen in Sachsen mehr existenzsichernde und zukunftsfähige Arbeitsplätze dort wo die Menschen leben. Kleine und mittelständische, regional ausgerichtete Unternehmen können das leisten. Sachsen braucht mehr neue Firmengründungen, die nicht in wenigen Jahren aus Kostengründen abwandern. Dazu gehört auch der naturnahe Tourismus, der die Regionen stärkt. Ebenso liegen große Potenziale in der ökologischen Landwirtschaft, die auf Qualität und regionale Vermarktung auf kurze Wege setzt. Wie erreichen wir nachhaltige wirtschaftliche Stärke in den Regionen?
Zu diskutierende Fragestellungen sind beispielsweise:
Welche Chancen bieten regionale Wirtschaftskreisläufe und regionale Vermarktung? Wie erreichen wir nachhaltige wirtschaftliche Stärke in den Regionen? Welche Potenziale liegen in der ökologischen Landwirtschaft? Wie kann der naturnahe Tourismus gestärkt werden?
Stichworte die die Debatte umreißen sind beispielsweise:
Regionalgeld, ökologische Landwirtschaft, Agrarförderung nach Qualität und nicht Quantität, naturnaher Tourismus, regionale Produkte, Tauschbörsen, Netzwerke, regionale Vermarktung
Experte:<abbr title="Diplom Wirtschaftsinformatiker"></abbr> Dipl. Wirt. Inf. Norbert Rost, Regionalentwicklung.de - Büro für postfossile Regionalentwicklung
Moderation: Peter Hettlich
Podiumsdiskussion
Moderation: Dr. Petra Welz
15.45 – 16:30 Uhr
Die Workshop-Moderatorinnen und Moderatoren stellen ihre erarbeiteten Ergebnisse vor Experten diskutieren mit Fachpolitikern über:
- Die richtigen Instrumente für eine nachhaltige Wirtschaftspolitik.
- Wie kann grünes Wirtschaften in Sachsen aussehen, wie gelingt die ökologische Modernisierung der sächsischen Wirtschaft und wie können zukunftsfähige Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Sachsen gefördert werden?
- Welche Instrumente, welche entscheidende Akteure und welche Rahmenbedingungen brauchen wir in Sachsen?
- Welche Instrumente schlagen wir GRÜNEN vor?
- Welche Akteure haben welche Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten, um nachhaltiges Wirtschaften zu befördern?


