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Hochschule: fair statt prekär

Sachsens Hochschulen gehören seit Jahren zu den beliebtesten Sparschweinen der Landesregierung. Sie haben - in ihrer Mehrheit - zwar steigende Studierendenzahlen, leben aber von der Substanz. Das muss sich endlich ändern. Für die Zukunft ist es wichtig, dass sich die sächsischen Hochschulen intelligent und demokratisch organisieren, soziale Herkunftsschranken abbauen, attraktiver für weibliche und ausländische Studierende und WissenschaftlerInnen werden und optimale Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs bieten. Voraussetzung ist die Erhöhung der Grundmittel je Studierendem. Derzeit liegt Sachsen am unteren Ende der Bundesländer. Um den Bundesdurchschnitt zu erreichen, wollen wir die Ausgaben um 50 Millionen Euro pro Jahr erhöhen. Die Qualität der Lehre soll einerseits durch die stärkere Berücksichtigung hochschuldidaktischer Fähigkeiten verbessert werden. Andererseits gehört dazu auch ein neuer, echter Mittelbau nach dem Motto: "Dauerstellen für Daueraufgaben". Die gängige Praxis der Befristungen von wenigen Wochen bzw. Monaten muss zur Ausnahme bei Schwangerschaftsvertreungen o.ä. werden.

Für uns GRÜNE heißt das:

  • wir wollen mit einem neuen Hochschulgesetz eine umfassende organisatorische Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Hochschulen erreichen: das betrifft ihre Struktur, die Verteilung der Finanzen und die Ausgestaltung des Studienangebots
  • wir wollen eine Stärkung der Mitbestimmungsstrukturen: anstelle eines Senats soll eine direkt gewählte Hochschulversammlung die Grundordnung beschließen und das Rektorat wählen; in grundsätzlichen Angelegenheiten sollen Senat und Fakultätsrat entscheiden; der Hochschulrat aus externen Mitgliedern ist für die strategische Beratung zuständig; in Fragen der Studienorgansiation haben die Studierenden ein Vetorecht
  • Die Internationalisierung soll durch konkrete Zielvereinbarungen vorangetrieben werden
  • wir wollen die Möglichkeit für Teilzeitstudiengänge schaffen
  • wir wollen die Rechte der Promovierenden stärken
  • Fachhochschulen sollen als regionale Innovationsmotoren gestärkt werden
  • Berufsakademien wollen wir als Bestandteil der Hochschullandschaft entwickeln

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