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Anti-Rassismus-Tour in Sachsen geht weiter

Jürgen Kasek, Landesvorstandssprecher BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen

Jürgen Kasek zusammen mit dem GRÜNEN Fraktionsvorsitzenden Volkmar Zschocke und der GRÜNEN Landtagsabgeordneten Eva Jähnigen

Dresden. Jürgen Kasek, Landesvositzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen blickt mit einem persönlichen Statement auf die Anti-Rassismus-Tour zurück. "Seit Ende Mitte Mai war ich im Rahmen der Anti-Rassismus-Tour in Sachsen unterwegs. Ich war in Dresden und Leipzig, wöchentlich in Freital, dazu in Borna, Eilenburg und Wurzen. An vielen Stellen in Sachsen bin ich auf tief eingefressene Vorurteile getroffen, auf empathiefreie Zonen und Menschen, die den Eindruck haben abgehängt zu sein und deswegen gegen andere Stimmung machen."

"Durch die Verharmlosung der menschenverachtenden Aufzüge der Asylfeinde ist in Sachsen ein Klima der Angst entstanden. Die Zahlen zu Übergriffen gegen Flüchtlinge sprechen eine eindrückliche, grausame Sprache."

"Auf meiner Tour habe ich aber auch viele Dinge erlebt die mir Hoffnung machen. Da ist die Geschichte von Anja in Eilenburg, die nicht lange zögert als sie erfährt, dass GIDA-Regional nach Eilenburg kommen will und zusammen mit ihren Freunden eine bunte Demonstration organisiert um deutlich zu machen, dass Vorurteile und Rassismus auch in Eilenburg nicht unwidersprochen bleiben."

"Es ist das Beispiel der Menschen in Freital von Steffi und Ines, von Micha, Nico und Laura und den anderen die in Freital wohnen und sich dort seit Wochen gegen den Hass stellen und standhalten, Demonstrationen organisieren, Unterstützung für die Geflüchteten schaffen. Sie gehen zu den Bürgerversammlungen und haben den Mut aufzustehen und Gesicht zu zeigen, in einer Stadt in der vieles schon verloren scheint."

"Und es ist die Solidarität vieler Leipziger, die bereit sind ein Teil ihres Einkommens und ihrer Freizeit zu spenden um diese Menschen zu unterstützen, die Fahrten organisieren, Spenden einwerben und für ein anderes Sachsen kämpfen."

"Viele dieser Menschen werden dafür im Netz beleidigt und bedroht, in Freital, nicht nur auf offener Straße, und sie haben trotzdem den Mut für die Grundwerte unserer Demokratie aufzustehen und Gesicht zu zeigen."

Der Leipziger Rechtsanwalt und Landesvorsitzende Kasek resümiert die GRÜNE Anti-Rassismus-Tour: "Es sind diese Geschichten und Menschen die Hoffnung machen, die Zivilcourage leben und Menschlichkeit bewiesen haben. Es sind diese Beispiele, die jedem von uns Mut machen sollten, selber Zivilcourage zu üben, Vorurteile nicht unwidersprochen zu lassen und Menschen in Not zu unterstützen.

"Und daher werden wir GRÜNE auch in den kommenden Monaten die Anti-Rassismus-Tour durch den Freitstaat fortsetzen. Wir stellen uns Fremdenfeindlichkeit und Hass überall in den Weg, denn es darf kein Hinterland für Rassismus in Sachsen geben" verspricht Kasek.