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BAföG-Reform: Gerade für Sachsens Studierende zu halbherzig und zu spät

Nach jahrelangen Reformstillstand beim BAföG, erwarten die Studierenden in Sachsen nun weitere Nullrunden bis 2016. Bei einer üblichen Studiendauer zwischen zwei und sechs Semestern bringt das Reförmchen einer ganzen Studiengeneration gar nichts. Die Erhöhung der BAföG-Sätze kommt viel zu spät. Gerade in Sachsen, das mit 39 Prozent bundesweit die zweithöchste Förderquote hat, trifft das die Studierenden hart. Für viele wird die Studienfinanzierung angesichts steigender Lebenshaltungskosten, insbesondere durch die Mietpreisentwicklungen, immer schwerer.

Darüber hinaus bleibt die notwendige grundlegende Reform des BAföG aus. Es bleibt bei einem einmaligen Anstieg der Fördersätze, ohne dass die tatsächliche Entwicklung der Lebenshaltungskosten berücksichtigt wird.

Die Kostenübernahme durch den Bund muss Sachsen für die soziale Öffnung seiner Hochschulen nutzen. Die frei werdenden Mittel müssen im Landeshaushalt für Hochschulen und Wissenschaft eingestellt werden.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern, die Hochschulgrundfinanzierung endlich an den Bundesdurchschnitt anzupassen, die schwarz-gelben Stellenkürzungen zu stoppen und die Studentenwerke besser auszustatten. Im Mittelpunkt müssen die Bedarfe der sächsischen Studierenden stehen.

GRÜNES Ziel ist ein chancengerechter Zugang zu akademischer Bildung in Sachsen.

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