Sie sind hier: Aktuell

Bei PISA 2 keine deutlichen Verbesserungen in Sicht

Die Informationen zur jüngsten Pisa-Studie deuten darauf hin, dass sich keine grundlegenden Verbesserungen im hiesigen Schulwesen abzeichnen.

Der neue sächsische Kultusminister Flath muss nun beweisen, dass Reformen möglich sind. Wir begrüßen insbesondere die Verbesserungen im vorschulischen Bereich: Erste Ansätze einer Vorschule mit entsprechender personeller Ausgestaltung und die Ablehnung von Zugangskriterien für Kindertageseinrichtungen.

Allerdings kritisieren wir, dass das eigentliche Defizit der sächsischen Schulen, die zu frühe Trennung der Kinder nach nur vier gemeinsamen Grundschuljahren nicht beseitigt wurde.

Alle Analysen bestätigen, dass die Selektion im 10. Lebensjahr i. d. R. lediglich die soziale Herkunft der Kinder bestätigt. Schule muss aber gerade diese Benachteiligungen ausgleichen.

Dass die CDU auf diesem Gebiet lieber an Ideologien festhält, als sich an modernen Standards zu orientieren, wurde in den vergangenen Jahren immer wieder bestätigt.

Vom neuen Kultusminister erwarten wir die Überwindung dieser überkommenen Vorstellungen ? sein Status innerhalb der CDU und die Unterstützung durch die nun an der Regierung beteiligte SPD rechtfertigen einen gewissen Optimismus.