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Freiberg: Kreistag steht einmütig zu Kreisreform-Plänen

(Aus: Freie Presse, Freiberger Zeitung, vom 29. Juni 2006)

Freiberg. Mit einem überraschend eindeutigen Votum hat sich der Freiberger Kreistag gestern hinter die  Kreisreformpläne der Landesregierung gestellt. Die ebenfalls gestern in Dresden veröffentlichten Vorstellungen sehen einen gemeinsamen Landkreis Mittelsachsen aus den bisherigen Landkreisen Freiberg, Mittweida und Döbeln vor, die seit über zehn Jahren bereits in einem Kulturraum zusammenarbeiten. Einstimmig gab der Kreistag Landrat Volker Uhlig (AUW) das Mandat, mit den beiden Landkreisen Gespräche aufzunehmen. Uhlig selbst sprach von der Chance, ein neues Kapitel für die Zukunft Mittelsachsens zu gestalten.
In der Diskussion gab es deutliche Hinweise aus den Reihen der Kreisräte, die Tür zum Mittleren Erzgebirgskreis und Weißeritzkreis offen zu halten. Allerdings fiel der Appell zur Einigkeit aus den Fraktionen selbst auf fruchtbaren Boden. "Wir dürfen jetzt nicht in kleinliche Diskussionen verfallen", appellierte Holger Reuter (CDU, Freiberg). "Wir können alles gewinnen, wenn wir als Einheit auftreten."
Für Uhlig ist ein Zusammengehen mit Mittweida ausgemachte Sache. Da sich "Wunschkandidat" Döbeln noch nicht endgültig positioniert hat, würde er auch andere Gesprächsangebote annehmen.
In einer Präsentation hatte die Kreisverwaltung zuvor die einzelnen Teilregionen vorgestellt und sie als leistungsfähigen Wirtschaftsraum beschrieben. Auf Antrag der CDU beschloss der Kreistag die Bildung eines Lenkungsausschusses mit Vertretern aller Fraktionen, der beratend in den Prozess der  Kreisreform einbezogen wird. [...]