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Grüne vor Ort im Jugend- und Kindertreff CaTeeDrale e.V. in Görlitz

Claudia Maicher, Landesvorstandssprecherin der Grünen in Sachsen und Enno Deege vom Verein CaTeeDrale in Görlitz

Am Freitag besuchte die grüne Landesvorsitzende Claudia Maicher zusammen mit Kathrin Schneiß-Donke, stellvertretende Sprecherin des Kreisverbandes Görlitz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN den Jugend- und Kindertreff CaTeeDrale e.V. in Görlitz. Sie informierten sich über die Auswirkungen der Sozialkürzungen im letzten Jahr sowie im Doppelhaushalt 2011/12 auf die Projektangebote für junge Menschen und die offene Jugendarbeit vor Ort.

Der Verein bietet seit fast 20 Jahren im eigenen Haus Freiräume für kreative Betätigungen, Begegnungen und Austausch für alle Kinder und Jugendliche in Görlitz an. Daneben werden straffällige Jugendliche betreut. Sie betreiben auch die Fahrradwerkstatt des Hauses. Im Rahmen des Programms STÄRKEN vor Ort entstand eine in Görlitz einzigartige Kletterwand im Vereinshaus. Projekte zum Festjahr 800 Jahre Via Regia sind geplant, um Jugendlichen dieses Jubiläum erfahrbar zu machen.

Seit diesem Jahr ändert sich einiges in der Vereinsarbeit. Von ursprünglich drei Trägern, die vor Ort zusammen arbeiteten, kann nur noch einer, und auch dieser mit weniger Personal gefördert werden. Träger werden zu Konkurrenten, die Zusammenarbeit vor Ort gestört. Die Türen der CaTeeDrale können nur noch vier anstatt fünf Tage die Woche geöffnet sein und schließen abends, zur wichtigsten Zeit der Jugendlichen, eher. Offene Angebote werden kaum mehr gefördert und sollen ehrenamtlich begleitet werden. Wie das mit gleichzeitig gekürzten Personalstellen und zunehmender Projektfinanzierung und somit steigendem Antragsaufwand gelingen soll, bleibt nicht nur den Jugendvereinen ein Rätsel.

Die immer stärkere Minderung der institutionellen Förderung und die Umwandlung kontinuierlicher Aufgaben in Projekte, belasten die Vereine und vermindern das Angebot für Kinder und Jugendliche. In vielen Kommunen bieten aber gerade diese offenen Angebote die einzigen sinnvollen Freiräume. Das Vermeiden finanzieller Schulden darf nicht zu einer sozialen Verschuldung führen!