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Jürgen Trittin in Leipzig

Im strahlenden Sonnenschein empfingen die Leipziger Bündnisgrünen Jürgen Trittin in der Baumwollspinnerei. Die ehemalige Spinnerei ist ein gutes Beispiel für die sinnvolle Umnutzung von Industriegeländen. Auf dem weiträumigen Terrain befinden sich neben Ateliers und Galerien von Künstlern der weltbekannten Leipziger Schule auch kleinere Projekte wie eine Hutmacherei, ein Weinlager und Ateliers von Modedesignern. Bertram Schultze, Geschäftsführer der Spinnerei führte Jürgen und die kleine Besuchergruppe mit Mitgliedern vom Kreisverband Leipzig durch die Spinnerei und zeigte die vielen verschiedenen Facetten des Geländes. Gleich die zweite Station auf dem Gelände, ein Fachhandel für ökologische Farben gefiel Jürgen so gut, dass er mit dem Inhaber des Ladens über ökologische Wärmedämmung, ökologisch abbaubare Substanzen und ähnliches fachsimpelte.
Auch die weiteren Stationen der Führung begeisterten die kleine Gruppe rund um Bundesumweltminister Jürgen Trittin, besonders die eindrucksvollen Installationen in der Galerie Dogenhaus, aber auch die "Geschichte einer Beziehung" in der Galerie Eigen+Art. Mit einem Prosecco im Weinlager klang der Besuch der Leipziger Baumwollspinnerei aus.
Das grüne Programm war damit noch lange nicht abgeschlossen, auf dem Nikolaikirchhof ging es mit Reden von Monika Lazar, Peter Hettlich und dann Jürgen Trittin direkt weiter. Das ausgesprochen gute Wetter hatte zwar nur die ganz besonders politisch Interessierten angelockt (vielleicht hätten die Veranstaltung besser am Strand von Cospuden stattfinden sollen, wie Sprecherin Heike König bemerkte), diese waren von Jürgens Rede aber begeistert. Er stellte sich auch den Fragen nach der Arbeitslosigkeit in Deutschland und den Ost-West-Unterschieden. Doch in seiner Rede war wohltuend wenig vom CDU-Claim "Vorfahrt für Arbeit" zu spüren, er ging zwar stark auf den Themenbereich Arbeit und Wirtschaft ein, aber sein urgrünes Thema Umweltpolitik kam nicht zu kurz. Mit dem Aufruf, nicht zu vergessen, wer in der Umweltpolitik Deutschlands die wichtigen Akzente gesetzt hätte, nämlich BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN endete diese Veranstaltung.