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Lärm bleibt vorerst Umweltproblem Nr. 1

Zum Tag des Lärms demonstrierten die Prösitzer und Umweltschützer der
Region Oschatz-Grimma  auf der Autobahnbrücke der A14 am Abzweig Mutzschen.

Vor und nach der Demo trafen sich Bürger, Künstler, Umweltschützer und Stadträte von Grimma zur Diskussion auf dem Künstlerhof. An dieser Stelle zeigt ein Messgerät um 15.00 Uhr  65 db. "Das ist der „normale“ Lärmpegel im Dörfchen Prösitz, Tendenz steigend.", beschreibt ein Anwohner die Situation.

„Die Probleme sind seit Jahren bekannt, und es passiert nichts“, stellt Barbara Scheller, stellvertretende Landesvorsitzende, fest. Die mögliche Umsetzung  scheitert an der Finanzierung.

Barbara Scheller fordert, dass im Sächsischen Haushalt endlich Mittel für den Lärmschutz an vorhandenen Verkehrstraßen aus dem Bereich des Verkehrsministeriums bereitgestellt werden müssen. Den Kommunen kann nicht zugemutet werden, dass sie die Kosten der Lärmminderung an Staats- und Bundestrassen tragen sollen. Die Kommunen sind gemäß der EU-Richtlinie von 2002 mit Lärmaktionsplänen in Vorleistung gegangen. Die Schubladen in den Rathäusern sind voll davon. Es müssen Taten folgen.

Die Autobahndörfchen Prösitz ist eins von vielen Beispielen in Sachsen, wo Bürger mit dem Lärm im Regen stehen gelassen werden. Die Folge ist ein erhöhtes gesundheitliches Risiko für die Betroffenen.

Hintergrund:

Link zur EU-Richtlinie von 2002