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Mobile Lärmschutzwand als Kunstwerk und Hilferuf

Wer am Wochenende über die Autobahn A14 aus Richtung Dresden die Abfahrt Mutzschen passiert hat, dem ist sicher die Bildwand auf der Heuwiese vor dem Dörfchen Prösitz aufgefallen. Die 25 m lange mobile Lärmschutzwand ist Tage zu vor vom Künstlergut des Dorfes Prösitz mit einer thematischen Bemalung versehen worden.

Auf der Wand sind Menschen vor und nach einer Lärmschutzmaßnahme dargestellt.

Dass die großen "Luftmatratzen" vom Frauenhofer Institut dem Lärm echt zu Leibe rücken, davon hat sich die bündnisgrüne Barbara Scheller überzeugt. Zuvor legte die Grüne aus dem Landesvorstand Sachsen mit Hand beim Aufbau der Wand an. Die Prösitzer Bürger starteten mit diesem Kunstwerk einen Hilferuf an die Politik.

Tag ein Tag aus werden die Einwohner der Ortschaft durch den Lärmpegel der Autobahn belästigt. "Bei der Sanierung der Autobahn in den vergangenen Jahren, blieb unser Problem mit dem Lärm unberücksichtigt", meint ein Anwohner. Die Wand - die leider nur für zwei Tage aufgestellt wurde - zeigt, dass Lärmschutzmaßnahmen für uns viel bringen könnten. Für die Prösitzer Anwohner  steht die Frage, warum gibt es Lärmschutz nur an neuen Autobahnen?