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Mobilitätsticket: Bezahlbare Mobilität für Alle

Das GRÜNE Konzept für ein sachsenweites Mobilitätsticket verbindet soziale und ökologische Ziele: wir sichern für Einkommensschwache die nicht mehr bezahlbare Grundmobilität – gerade auch im ländlichen Raum. Und wir honorieren gleichzeitig, dass diese Menschen den umweltfreundlichen öffentlichen Verkehr nutzen und auf diese Weise Kosten von Klima- und Umweltschäden ersparen helfen.

Landesweit sollen Menschen mit niedrigem Einkommen einen Zuschuss auf normale Fahrkarten ihrer Wahl erhalten. Die Betroffenen können dann selbst entscheiden, was für Fahrkarten sie im Nahverkehr kaufen wollen – z.B. aus dem ländlichen Raum über Tarifgrenzen hinweg ins Oberzentrum oder eine Monatskarte in ihrem Wohnbereich oder ob sie den Zuschuss über mehrere Monate für eine größere Reise ansparen wollen. Sie können normale Fahrkarten verwenden wie alle Fahrgäste und müssen sich bei der Fahrkartenkontrolle nicht peinlicherweise als Hartz IV- oder Sozialticket-Inhaber ausweisen. Und die Verkehrsunternehmen müssen keinen Sondertarif auf ihre Kosten organisieren.

Das Vorbild der Stadt Leipzig und das Mobilitätsticket in Brandenburg haben gezeigt, dass durch ein solches Mobilitätsticket auch neue Kundschaft für den Öffentlichen Verkehr gewonnen werden kann. Das neue Mobilitätsticket soll unter Nutzung vorhandener Systeme mit einer elektronischen Guthabenkarte eingeführt werden. Die Finanzierung muss aus dem Haushalt des Freistaates erfolgen; führt aber zu Mehreinnahmen im öffentlichen Verkehr, die wiederum zur Kostendeckung mit eingesetzt werden können.

Eva Jähnigen, Mitglied des Sächsischen Landtages