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Grüner Etappensieg für den Kohleausstieg in Sachsen

Die heutige Ankündigung des Ausstiegs Leipzigs aus dem Fernwärmebezug vom Kraftwerk Lippendorf und damit aus der Braunkohle sendet ein richtiges und wichtiges Signal nach Katowice und auch nach Berlin. Dazu erklärt Norman Volger, Landesvorstandssprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

„In Katowice ringt die internationale Staatengemeinschaft um konkrete Vereinbarungen, in Berlin kommt die Kohlekommission nicht vom Fleck. Vor Ort aber macht Leipzig auf Initiative der GRÜNEN den entscheidenden Schritt nach vorn. Der Ausstieg aus dem Fernwärmebezug ist ein GRÜNER Etappensieg zum Ausstieg aus der Kohleverbrennung."

"Die Entscheidung in Leipzig muss Signalwirkung in Richtung der Kohlekommision haben und auch sächsische Staatsregrierung muss die Zeichen der Zeit erkennen. Das Kraftwerk Lippendorf hat erschreckend schlechten Emissionswerte insbesondere bei Quecksilber und Stickoxiden, die den Weiterbetrieb gefährden. Ohne die Fernwärmelieferung an Leipzig ist das Kraftwerk Lippendorf allein durch die Stromproduktion nicht mehr rentabel."

„Der Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle wird von uns GRÜNEN seit Jahren gefordert. Auf Landesebene dürfen die Regierungsparteien die Augen nicht vor der Realität verschließen und endlich den Prozess des Braunkohleausstiegs konstruktiv vorantreiben, statt aus Lobbyinteressen an einer überholten und umweltverschmutzenden Technologie festzuhalten. Es kommt jetzt darauf an, die Veränderungen für die Menschen vor Ort zu gestalten und eine sinnvolle Strukturförderung zu beginnen.Wir dürfen die Fehler aus dem Transformationsprozess der 90iger Jahre nicht wiederholen. Auch wenn am Braunkohleausstieg kein Weg vorbeiführt, darf die notwendige Akzeptanz der Betroffenen nicht vergessen werden.“

 Pressemitteilung 2018-60