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Position des Kreises gefragt

(Aus: Freie Presse, Chemnitzer Zeitung, vom 19. Juli 2006)

Die Position des Landkreises Chemnitzer Land zur  Verwaltungsreform soll auf der öffentlichen Kreistagssitzung heute um 17 Uhr in Glauchaus Sachsenlandhalle offenbar ein wichtige Rolle spielen. Das Chemnitzer und Zwickauer Land sowie die Stadt Zwickau sollen künftig einen Kreis bilden. Vor allem aus wirtschaftlicher Sicht ein richtiger Schritt, argumentieren die Befürworter dieser Variante.

Doch es gibt auch Gegner. Lars Kluge sieht als Chef der Jungen Union im Kreis die Ziele des Leitbildes, wonach Stärken und Schwächen von Regionen besser zusammengefasst werden sollten, nicht genügend umgesetzt. In der Diskussion um den Entwurf zur Reform stellen die CDU-Kreisräte Enrico Fitzner (32, Limbach-Oberfrohna) und Thomas Schneider (30, Hohenstein-Ernstthal) fest: "Der vorgeschlagene Großkreis mit der Stadt Zwickau wäre von dieser und seinen knapp 100.000 Einwohnern dominiert. Die schwierige Haushaltssituation der Stadt Zwickau würde zur Frage des diskutierten Großkreises." Für viele gebe es stärkere Bindungen an Chemnitz und ins Erzgebirge.

Die FDP-Vertreter kamen zu dem Ergebnis, dass bei der Entscheidung, Zwickau nicht als kreisfreie Stadt zu belassen, die Zusammenlegung mit den beiden Kreisen die nächstliegende Variante sei.