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Wasser und nachhaltige Entwicklung

Gülle in einem offenen Güllesilo (Bild: Moehre1992, CC-BY-SA 3.0)

Gülle in einem offenen Güllesilo (Bild: Moehre1992, CC-BY-SA 3.0)

Am 22. März findet seit 1993 der jährliche Weltwassertag statt. Ziel ist es, die Bedeutung des Wassers für die Menschheit aufzuzeigen. Mit dem Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung" greift der Weltwassertag 2015 einen der wichtigsten internationalen Prozesse im Bereich nachhaltiger Entwicklung auf. Die internationale Staatengemeinschaft verhandelt derzeit die Post 2015-Agenda mit neuen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitszielen, die auf dem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen im September 2015 offiziell verabschiedet werden soll.

Wasser ist ein überlebenswichtiger Grundstoff und gehört zur Daseinsvorsorge. Zu den Hauptverschmutzern des Grund- und Oberflächenwassers gehört die industrielle Agrarwirtschaft mit ihren hohen Nitrat- und Pestizideinträgen. Auch das in deutschen Discountern scheinbar so billige Fleisch wird teuer erkauft, unter anderem mit einer Verschlechterung der Grundwasserqualität. Um den Eintrag von Giftstoffen ins Grundwasser zu reduzieren, wären strengere Regeln notwendig. Alle Nährstoffströme, die in die Betriebe hinein- und hinausgehen, müssten erfasst werden. So wird die Herkunft von zu viel Gülle und Dünger sichtbar und beides kann gezielt verringert werden
In der Massentierhaltung fällt besonders viel Gülle an. Ausreichenden Kontrollen gibt es leider nicht. Sachsen importiert sogar Gülle ohne für eine ausreichende Kontrolle zu sorgen.

In den Güllewannen, in denen die Gülle zum Teil unter offenem Himmel gesammelt wird steigt der Nitratgehalt und die Anzahl an antibiotikaresistenten Keimen. Immer wieder gelangt Gülle dabei unkontrolliert in den Boden und führt zu einer Übersäuerung der Böden und einem Ansteigen der Nitratbelastung des Grundwassers.

Zwar sinkt der Fleischkonsum in Deutschland, gleichzeitig nimmt aber der Export zu. Die Gülle bleibt in jedem Fall hier. Das Problem sind die weiterhin schwachen Tierschutzstandards und die fehlende Unterstützung für eine bäuerlich-ökologische Agrarwende. Auch deswegen setzen wir GRÜNE uns dafür ein, die Subventionen für industrielle Agrarwirtschaft einzustellen.
Wir setzen auf einen Umbau der Landwirtschaft und einen Stopp der Massentierhaltung. Nur regelmäßige Kontrolle, eine Änderung der Düngeverordnung werden langfristig die Ressource Trinkwasser schützen.

Mehr Informationen zum Weltwassertag bei der UNESCO...