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Wohnen die soziale Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit: Wohnungslosigkeit und drohender Armut ehrlich und entschlossen entgegenwirken

Anlässlich des internationalen Tages für die Beseitigung von Armut am 17. Oktober erklärt Christin Melcher, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

„Der Landesregierung würde es gut zu Gesicht stehen, dem Thema Armut in unserem Land mehr Aufmerksamkeit einzuräumen. Das wäre ein wichtiger Schritt für den sozialen Zusammenhalt. Für eine lebendige Demokratie und einen starken gesellschaftlichen Zusammenhalt braucht es die Debatte und eine schlüssige Strategie gegen Armut.“

Ein hohes Armutsrisiko sind die steigenden Mieten in Stadt und Land.
„Wohnen ist die soziale Frage unsere Zeit. Es gibt viele Möglichkeiten aktiv Maßnahmen gegen Armut zu ergreifen. Bezahlbarer Wohnraum muss geschaffen werden und Menschen mit geringem Einkommen von hohen Wohnkosten entlastet werden. Es müssen Anreize zum Bau preisgünstiger, barrierefreier Wohnungen für Ältere und Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Obdachlosigkeit kann verringert werden durch ein landesweites Aktionsprogramm zur Prävention und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit und einem besseren Kündigungsschutz. Die Einführung einer Wohnungslosenstatistik könnte eine Grundlage sein um gezielt gegen Wohnungslosikeit vorzugehen“, so Christin Melcher.

Vor allem Kinder müssen wir besser vor Armut schützen. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen fordern einem Aktionsplan gegen Kinderarmut, der Zugang zu Bildung und Teilhabe aller Kinder ermöglicht. Dazu erklärt Christin Melcher weiter:
„Wenn Kinder sich das Mittagessen in Kita und Schule nicht leisten können, wenn sie in ihren Freizeitmöglichkeiten eingeschränkt sind, dann wird Kinderarmut sichtbar. Gerade die unsichtbare Armut ist dramatisch: Kinder, die nicht zum Kindergeburtstag kommen, weil sie sich kein Geschenk leisten können. Kinder, die nicht zum Jugendtreff gehen, weil das Busticket zu teuer ist. Kinder erfahren Ausgrenzung schon in jungen Lebensjahren und unsere Gesellschaft wird weiter gespalten.“

„Wer die Spaltung in unserem Land etwas entgegensetzen will, muss bei den Schwächsten anfangen", so Christin Melcher abschließend.

Pressemitteilung 2018-47