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Zufluchtssuchenden Perspektiven bieten und ehrenamtliche Strukturen stärken

Am Weltlflüchtlingstag kommenden Dienstag, den 20. Juni, wird die UNHCR die aktuellen Zahlen zu Menschen auf der Flucht veröffentlichen, die weiterhin dramatisch hoch sein werden. Dazu Christin Melcher, Landesvorstandssprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen:

"Abschiebeweltmeister Sachsen muss erkennen, dass Integration und Teilhabe endlich ermöglicht werden müssen. Abschiebungen sind nicht die Lösung dieser Herausforderung. Die Abschiebepraxis der sächsischen Staatsregierung ist unmenschlich und viel zu kurz gedacht, entspricht aber dem verantwortungslosen Politikstil von CDU und SPD. Hinter jeder Flucht steckt ein menschliches Schicksal, hinter jeder Abschiebung ein Versagen der Asylpolitik der CDU."

"Die Abschiebepraxis hat nicht nur dramatische Folgen für Asylsuchende, sondern auch für die vielen ehrenamtlichen Strukturen. Der fehlenden Wille Integration und Teilhabe zu gestalten und mit finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen das Ankommen zu ermöglichen und sogar integrierte Zufluchtsuchende abzuschieben,  führt bei Ehrenamtlichen verständlicherweise zu Resignation. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen, die sich einbringen, gestalten und sich engagieren von der Regierung enttäuscht zurückgelassen werden. Wir brauchen Perspektiven in unserem Land für Zufluchtsuchende und Unterstützung des Ehrenamts. Die weltweite Lage und stetig hohe Zahl an Menschen auf der Flucht zeigt, dass wir weiter Menschen bei uns aufnehmen müssen und ihnen Perspektiven für ihre Zukunft bieten müssen. Alles andere ist eine Politik bis zum nächsten Wahltag, aber keine Politik, die das Heft des Handels in die Hand nimmt."

 

Pressemitteilung 2017-34 vom 16.06.2017