Tempo 30 – was hat sich geändert?

Durch eine Änderung der Straßenverkehrsordnung können die zuständigen Behörden innerorts auf Straßen unmittelbar vor Kindergärten, -tagesstätten, -krippen, -horten, allgemeinbildenden Schulen, Förderschulen für geistig und körperlich behinderte Menschen, Alten- und Pflegeheimen oder Krankenhäusern die Geschwindigkeit auf Tempo 30 beschränken.

Wenn negative Auswirkungen auf den Nahverkehr oder eine drohende Verkehrsverlagerung in die Wohngebiete zu befürchten ist, kann die Anordnung von Tempo 30 verwehrt werden. Die Tempo-30-Abschnitte müssen auf höchstens 300 Meter Länge begrenzt werden und sie gelten für die Öffnungszeiten der Einrichtungen.

Tempo 30 vor Schulen und Kindergärten – JETZT

tempo30

Mein Vorschlag
Mit einer Änderung der Straßenverkehrsordnung können die zuständigen Behörden nun grundsätzlich vor Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen Tempo 30 anordnen. Entlang von Hauptverkehrsstraßen war das bisher nur in Aufnahmefällen möglich. Kinder und ältere Menschen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet. Ihre Sicherheit wird sich dadurch spürbar verbessern.

Ich fordere Sie daher auf, diese neue Regelung zügig umzusetzen. Ich möchte Sie daher bitte, an folgenden Straßenabschnitten Tempo 30 anzuordnen:

Mehr Sicherheit durch Tempo 30 innerorts

Tempo 30 kann Leben retten und schwere Verletzungen bei Zusammenstößen mit Fußgänger*innen und Radfahrer*innen vermeiden:

Alle Untersuchungen, die nach der Einführung von Tempo-30-Abschnitten durchgeführt wurden, belegen, dass die Unfallzahlen und die Zahl der Getöteten und Schwerverletzen zurückgegangen sind.

Bei Tempo 30 lassen sich die Straßen leichter überqueren. Auto- und Radverkehr harmonieren besser, da Tempo 30 die Kommunikation zwischen den einzelnen Verkehrsteilnehmer*innen erleichtert. Das fördert ein gleichberechtigtes Miteinander Aller.

Durch Tempo 30 werden unsere Städte wieder ein Stück lebenswerter, denn Tempo 30 sorgt für mehr Ruhe. Langsamere Autos sind leiser: Neben den Motorgeräuschen sinkt vor allem das Rollgeräusch der Reifen. Der Lärmpegel an Straßen mit Tempo 30 wird in der Regel zwischen 2 bis 3 Dezibel reduziert, was einer Halbierung der Verkehrsmenge entspricht.

Aktionsmaterial

Für Aktionen vor Ort können Flyer und Postkarten in der Landesgeschäftsstelle bestellt werden:

Telefon 0351/494 01 09
info(at)gruene-sachsen.de