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Stephan Kühn

37 Jahre, ein Kind, Diplom-Soziologe

Mitglied des Bundestages

Wahlkreis 160 - Dresden II - Bautzen II

Landesliste Platz 2

Stephan Kühn (Klick zum Download)

Im Gespräch

Worüber hast du das letzte Mal gelacht?

Über die humorvollen Videoclips von den Niederlanden und anderen europäischen Staaten als Reaktion auf Donald Trumps „America First“.

Wenn Du nicht gerade politisch aktiv bist: Womit verbringst Du deine Freizeit am liebsten?

Dann spiele ich mit meinem Sohn mit der Modelleisenbahn oder besuche Ritterburgen.

Wo sollte man auf dieser Welt unbedingt mal gewesen sein?

Haltepunkt Freital-Hainsberg West und Demnitz-Thumitz Bedarfshalt.

Wie bist Du zur Politik gekommen?

Gelernt politisch zu denken und zu handeln habe ich als Jugendlicher bei der UNICEF-Jugendgruppe Dresden und in der Umweltbewegung. Berührung mit verkehrspolitischen Themen bekam ich durch meine ehrenamtliche Mitarbeit beim Umweltverband GRÜNE LIGA. Über die AG Kinderfreundliches Dresden der Stadtratsfraktion bin ich dann zu den Grünen gekommen.

Besonders bei jungen Menschen ist die Politikverdrossenheit groß. Wo liegen deiner Meinung nach die Gründe dafür und was willst Du dagegen tun?

Politische Themen, denen Jugendliche eine große Aufmerksamkeit widmen (bspw. Umweltschutz), sind oft nicht die Themen, mit denen sich die erwachsenen Politiker schwerpunktmäßig beschäftigen. Jugendliche sind noch keine Wähler, fallen deshalb schnell in der Aufmerksamkeit von Politikern hinten herunter. Jugendliche müssen deshalb an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt werden. Notwendig ist auch eine stärkere Hinwendung der „großen“ Politik zu den gesellschaftspolitischen Zukunftsthemen, die junge Menschen bewegen.

Warum sollten die Wähler ihr Kreuz unbedingt bei Dir und deiner Partei machen?

2017 wird ein Schicksalsjahr für die liberale Demokratie und die europäische Idee. Wir Grüne sind die politische Kraft, die den Weg der europäischen Integration weiter beschreiten will und auch in Zeiten der Krisen für ein ökologischeres, solidarischeres und weltoffenes Europa streitet. Wir sind und bleiben überzeugte Europäer. Am 24. September geht es um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Statt auf Misstrauen und Angst setzen wir auf Toleranz und eine offene Gesellschaft.

Was haltest Du für das derzeit dringendste politische Problem?

Mir macht die spürbare Stimmungslage, „die Politik“ kümmere sich nicht mehr um die Belange der Bevölkerung und die damit einhergehende Demokratiemüdigkeit Sorgen. Populisten und insbesondere rechte Extremisten haben Zulauf, weil sie Zukunftsängste geschickt auszunutzen wissen. Ich glaube, eine ernstgemeinte Beteiligungskultur kann den Einfluss von Populisten und Extremisten begrenzen und den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken.

Was willst Du für die Region im Bundestag bewegen?

Gemeinsam mit Thomas Löser, unserem grünen Kandidaten im Wahlkreis 159 Dresden I, habe ich zwölf Projekte für Dresden formuliert, für die wir uns in Berlin einsetzen wollen. Diese kann man hier nachlesen: www.stephankuehn.com/fileadmin/user_upload/Projekte_fuer_Dresden.pdf

Wie sieht dein Wahlkampf aus?

Auf den direkten Kontakt mit den Wähler*innen kommt es mir an. Mein Konzept heißt deshalb „Kaffeeklatsch mit Kühn“. Das bedeutet, ich komme zu Ihnen nach Hause zum Kaffeeklatsch vorbei und bringe Kuchen mit oder verabrede mich mit Ihnen im Park und bringe den grünen Picknick-Korb mit. Dann diskutieren wir die gewünschten Themen und ich beantworte die mir gestellten Fragen.

Wie wird dein Tagesablauf am 24. September 2017 aussehen?

Ich denke, ich werde erst einmal ausschlafen, dann mein Wahllokal aufsuchen und zwei Mal GRÜN ankreuzen. Anschließend werde ich mich wahrscheinlich auf mein Rennrad schwingen und eine größere Runde drehen. Gegen 17:30 Uhr werde ich mich dann auf der grünen Wahlparty einfinden.

Biografisches

  • 37 Jahre alt
  • ein Kind
  • Dipl.-Soziologe
  • seit 2009 Bundestagsabgeordneter
  • von 2004 bis 2010 Stadtrat in Dresden
  • seit 2010 Mitglied im Landesparteirat
  • seit 1998 bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN